Orakelraum – Bahnen, Spuren, Profile 2

Toni Areal Zürich, HGKZ-Diplomausstellung, 30. Juni - 13. Juli 2006.
Förrlibuckstrasse 109, 8005 Zürich (Lageplan).
Schwebender Baucontainer auf dem Hof vor der Ausstellungshalle.

Kontakt und Anmeldung

Für die unten beschriebenen täglichen Anlässe können Sie sich - sofern unten nichts anderes vermerkt - für 13/16/19 Uhr oder zu einem Zeitpunkt nach Absprache einen Platz resevieren: orakelraum@snm-hgkz.ch


Ding-Sequenz von Video-Stills aus der CSI (Crime Scene Investigation) Las Vegas-Folge "Achterbahn der Gefühle": Das Ding Schraubenschlüssel als zweifache Tatwaffe. Zu untersuchen auf Blutspuren, DNA, Fingerabdrücke und Übereinstimmung zwischen Vergleichs- und Tatspuren.

Tägliche
Anlässe

Fr. 30.6., 19 Uhr:
Küchenmixer / Luminol BlueStar
CSI-Episode «Niedere Instinkte»

Sa. 1.7., 13/16/19 Uhr:
Hammer / Heme Stix
CSI-Episode «Kopflos»

So. 2.7., 17/19 Uhr:
Schraubenzieher / Heme Stix
CSI-Episode «Bei Anruf Mord»

Mo. 3.7., 13.30/15 Uhr:
Gummihandschuhe / Fingerprint Powder
CSI-Episode «Das zweite Gesicht»

Di. 4.7., 16/18 Uhr:
Kerzenständer / Fingerprint Brush & Powder
CSI NY-Episode «Fremde Stimmen»

Mi. 5.7., 13.30/15 Uhr:
Schaufel / Luminol BlueStar
CSI-Episode «Achterbahn der Gefühle»

Do. 6.7., 18 Uhr:
Schraubenschlüssel/Heme Stix
CSI-Episode «Achterbahn der Gefühle»

Fr. 7.7., 17 Uhr:
Küchenmixer / Luminol BlueStar
CSI-Episode «Niedere Instinkte»

Sa. 8.7.:
...

So. 9.7.:
...

Mo. 10.7., 14 Uhr:
Hammer / Heme Stix
CSI-Episode «Kopflos»

Di. 11.7.:
Schraubenzieher / Heme Stix
CSI-Episode «Bei Anruf Mord»

Do. 13.7.:
...

Ausserordentliche
Anlässe

Mo. 3.7., 18.00 Uhr, Digitaler Salon* I:
«Realität/KTA vs. Fiktion/CSI»
Dr. Pfefferli, Chef der Kriminaltechnischen Abteilung (KTA) der Kantonspolizei Zürich, nimmt Stellung zum "State of the art" der Kriminaltechnik.
Im Anschluss an die Vorführung einer Folge der TV-Serie CSI (Crime Scene Investigation) vergleicht Dr. Pfefferli die medial vermittelte, fiktive Tatortarbeit mit der Realität seines Berufsalltags.

Mi. 5.7., 18.00 Uhr, Digitaler Salon* II:
«Real Tatort Show: Wenn Dr. Benecke entlarvt...»
Dr. Benecke – auch berühmtester Forensiker und Kriminalbiologe genannt – entlarvt Teile des Tatgeschehens mittels Maden in Bäuchen und anderen spannenden Spuren. Praktische CSI-Beispiele inklusive.
Dr. Benecke berichtet über seine Tätigkeit und zeigt dazu Bilder von echten Tatorten. Zudem führt er einfache Beispiele der forensischen Spurenkunde vor.


* Im Rahmen von: Digitaler Salon, Veranstaltungsgefäss des Studienbereichs Neue Medien

Der "CSI-Effekt", der seinen Namen aus der TV-Serie CSI (Crime Scene Investigation), in der Kriminal- und Labortechniken den zentralen filmischen Handlungsstrang bilden, herleitet, bereitet den Strafverfolgungsbehörden Probleme: Es ist die die Bezeichnung für das Phänomen, dass Geschworene in Gerichtsprozessen nun vermehrt mehr spurenkundliche und kriminaltechnische Beweise erwarten, als tatsächlich vorgebracht werden können.
Der Tatort und die Tatortarbeit werden einem Publikum durch Unterhaltungsmedien (TV, Kino) immer näher gebracht, während für die tatsächliche polizeiliche Arbeit ein exklusives Zugriffsrecht auf den Tatort unerlässlich ist.
Bei diesem Widerspruch setzt das Projekt an:
Dafür wurde der sogenannte Orakelraum entwickelt; eine performative und installative Schnittstelle, in dem die bisher getrennten Dinge der CSI-Tatorte, die Tatortspezialisten der Polizei bzw. des kriminaltechnischen Labors und das Publikum real aufeinanderstossen.
In diesem Orakelraum entwerfe ich unter Einbeziehung von wissenschaftlichen Tatortexperten verschiedene Formen von Anlässen und Aktionen, mittels derer ich die ins Zentrum "gerufenen" spurtragenden Dinge des Tatorts und ihre Mediatisierungen in Anwesenheit eines Publikums untersuche, und übersetze.
Täglich wird im Orakelraum ein Ding aus einem Tatort der TV-Serie CSI untersucht. Die täglichen Anlässe werden hier auf der Website laufend ergänzt.


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Fabian Voegeli studiert seit 2002 am Studienbereich Neue Medien der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich. Beim Projekt Orakelraum – Bahnen, Spuren, Profile 2 handelt es sich um das Folgeprojekt von Lavaterzimmer und um die selbstständige Diplomarbeit, die von den Dozierenden Christian Hübler und Nils Röller mentoriertert wird.